Synonyme: Maßliebchen, Tausendschön, Marlinen, Möppelchen, Himmelblume, Katzenblume, Bleichblume, Märzresel, Peterblümchen

Historisches: Der wissenschaftliche Name ist vom lateinischen geprägt, nämlich bellus (hübsch, schön) und perennis (ausdauernd) und bezieht sich darauf, daß die Pflanze über das ganze Jahr blüht. Der deutsche Name Gänseblümchen weist auf einen bevorzugten Standort der Pflanze hin, nämlich die Weideplätze von Gänsen. In der nordischen Mythologie war das Gänseblümchen der Göttin des Frühlings und der Auferstehung, der Ostara, geweiht und im späteren christlichen Zeitalter der Jungfrau Maria, aus deren Tränen es auf der Flucht nach Ägypten entstanden sein soll. Im Mittelalter war die Droge ein geschätztes Heilmittel. So empfiehlt, z.B. Fuchs (1543) in seinem Kräuterbuch das "kleine Maßliebchen" als Wundheilmittel, bei Gicht, Hüftweh und Kropf.

Drogen: 1. Bellidis flos (syn. Flores Bellidis); Gänseblümchenblüten, die während der Blütezeit gesammelten Infloreszenzen sowie
2. Bellidis herba (syn. Herba Bellidis); Gänseblümchenkraut.
Inhaltstoffe: Triterpensaponine bisdesmosidischer Struktur mit Bayogenin und Polygalasäure als Sapogeninen und D-Glucose, D-Fucose, L-Rhamnose und D-Xylose als Monosaccharidbausteinen, ferner Flavonoide, u.a. 7-O-β-D-Glucopyranosylapigenin und 3-O-β-D-Glucopyranosylkämpferol sowie Inulin, Bitterstoffe und geringe Mengen äther. Öl.