Fuchsschwanz, Amarant, Amaranthus, Gattung der Fuchsschwanzgewächse mit ca. 60 kosmopolitisch verbreiteten Arten (begünstigt durch Windbestäubung, gibt es beim Fuchsschwanz viele Bastarde, die eine genaue Bestimmung der Artenzahl erschweren). Zur Gattung gehören überwiegend einjährige Kräuter mit einfachen, oft rötlich angehauchten Blättern und sehr kleinen, eingeschlechtigen, rot oder grün gefärbten Blüten, deren Perigonblätter zahlenmäßig reduziert sein können. Die Blüten bilden dichte Knäuel, die einzeln in den Blattachseln stehen oder zu langen Scheinähren vereinigt sind.
Der Echte Fuchsschwanz oder Garten-Fuchsschwanz (Amaranthus caudatus) mit ovalen Blättern und dunkelroten, lang herabhängenden Blütenständen, ist eine beliebte Zierpflanze (vor allem in Bauerngärten). Zusammen mit 2 weiteren Arten wurde er von den Indianern Mittel- und Südamerikas wegen seiner Körnerfrüchte seit alters her kultiviert (Inhaltsstoffe des Inkaweizens, Amaranthus caudatus ssp. mantegazzianus).
Heute werden Amaranthus-Arten fast weltweit in den Tropen und Subtropen (insbesondere Indien) als Nahrungspflanzen angebaut. Der aus Nordamerika stammende Rauhhaarige Fuchsschwanz (Amaranthus retroflexus), mit dicht kegelförmigem Blütenstand, ist bei uns in Unkrautfluren eingebürgert, ebenso der Bastard-Fuchsschwanz (Amaranthus hybridus), eine Sammelart mit schlanken, oft nickenden Scheinähren. Von der schnellwüchsigen Art Amaranthus tricolor (tropisches Afrika und Asien) stammen zahlreiche Kulturformen ab, die als Blattgemüse (in Süd- und Ostasien) oder, wegen ihrer leuchtendgelb, grün und rot gemusterten Blätter, als Gartenzierpflanzen gezogen werden.