"Tamarix africana, germanica,
gallica L., articulata Yahl (Tamarisc.). — Die Tamariske
hat reinigende, in die Tiefe dringende und adstringirende
Wirkung. Ein Wein- oder Essigdecoct der Wurzel,
Blätter oder Sprossen wird gegen MilzVerhärtung angewendet
und heilt Zahnschmerzen. Frucht und Rinde wirken adstringirend,
ähnlich wie Galläpfel, so dass sie, wenn letztere nicht
zur Hand sind, diese ersetzen können. Die Tamarisken-
Asche trocknet, reinigt und adstringirt auch etwas. —Auch
Hippokrates braucht die Tamariske als Adstringens.
Abu Mansur stimmt mit Galen überein. Da die Wirkung
der zur Verwendung gelangten Theile der Tamariske
mit der der Galläpfel identificirt wird, wurden gewiss die
mit Gallen besetzten Theile benutzt, welche nach Husemann
43% Gerbsäure enthalten."
(Ludwig Israelson: Die "materia medica" des Klaudios Galenos, 1894)