Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile bestehend aus Blättern, Blüten und Stängeln (Frauenmantelkraut - Alchemillae herba).

Traditionelle Anwendung:
Die Droge (Tee) wird innerlich bei Durchfallerkrankungen, als Adstringens bei Blutungen sowie zur Wundbehandlung eingesetzt. In der Volksmedizin dient sie zur Behandlung von klimakterischen Beschwerden und Dysmenorrhoe (Name "Frauenmantel"), aber auch zum Gurgeln bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes sowie als Badedroge bei Hauterkrankungen.

Homöopathie:
1. Alchemilla vulgaris (syn. Alchemilla), die frischen, oberirdischen Teile.
Anwendungsgebiet: chronischer Durchfall bei Lebererkrankungen; Weissfluss.
2. Alchemilla vulgaris ex herba siccata HAB1, die getrockneten, oberirdischen Teile der blühenden Pflanze.
Anwendungsgebiet: in der anthroposophischen Therapierichtung verwendet.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Unterstützend bei unspezifischen Durchfällen, bei gastrointestinalen Beschwerden und bei Menstruationsschmerzen.
ESCOP
Erfahrungsmedizin: Dysmenorrhoe, klimakterische Beschwerden.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
1 bis 2 g fein geschnittenes Frauenmantelkraut mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen.
Zwischen den Mahlzeiten mehrmals täglich eine Tasse Frauenmanteltee trinken. Mittlere Tagesdosis 5 bis 10 g Droge.