Synonyme: Alchemilla xanthochlora, A. pratensis;
Gemeiner Frauenmantel, Echter Sinau, Taublatt, Tauschüsselchen

Historisches: Schon die alten Germanen schätzten diese Heilpflanze, die der Fruchtbarkeitsgöttin Frigga gewidmet war. Nach der Christianisierung wurde die Pflanze auch als "Marienmantel" bezeichnet. Die Heilige Hildegard empfahl die Droge bei Frauenleiden sowie gegen Kehlkopfgeschwüre. Der Name Alchemilla bezieht sich darauf, daß die in den Laubblättern von der Pflanze gesammelten Tautropfen von den Alchemisten des Mittelalters als "himmlisches" Wasser zur Bereitung des "Steines der Weisen" gebraucht wurde.

Droge: Alchemillae herba (syn. Herba Alchemillae); Frauenmantelkraut (syn. Marienmantel).
Inhaltstoffe: 6-8 % Gerbstoffe, hauptsächlich Ellagitannine (Agrimoniin, Laevigatin F, Pendunculagin) und Flavonoide (Quercetinglykoside, Leukocyanidin).