"Flohsamen: Die Samen mehrerer Plantago-Arten werden medizinisch oder in der Lebensmitteltechnologie genutzt. In Frage kommen hauptsächlich Plantago afra (westliche Mittelmeerländer), P. arenaria (südliches und östliches europa, südwestliches Asien), P. ovata (Indien, Pakisten, Iran) und P. albicans (Ägypten).
Flohsamen sind nahezu geruchlos und haben einen faden Geschmack, der beim Zerkauen schleimig wird. Da der Schleim in der Epidermis lokalisiert ist, quellen die Samen in Wasser schon innerhalb weniger Minuten stark auf; es bildet sich eine klare, gelatinose, zusammenhängende Masse. Nach peroraler Zufuhr gelangen die Samen, da unverdaulich, in die tieferen Darmabschnitte und bewirken, dass die Fäzes wasserhaltig und geschmeidig bleiben; über die Volumenzunahme wird die Peristaltik angeregt.
Nach Einnahme wirksamer Dosen (4-15 g / Tag) tritt die Wirkung in der Regel 12-24 h später ein. Dosierung: 1 TL Flohsamen in wenig Wasser einrühren, mehrere Stunden quellen lassen, einnehmen und viel Flüsigkeit nachtrinken."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)