Flockenblume, Centaurea, Gattung der Korbblütler mit über 500, überwiegend im Mittelmeergebiet und in Vorderasien heimischen Arten. Meist krautige, ästige Pflanzen mit wechselständigen, ungeteilten oder fiederteiligen, bisweilen behaarten Blättern und mittel- bis sehr großen Blütenköpfen aus röhrigen Blüten, wobei die randständigen Blüten (Randblüten) meist vergrößert sind und lange, zum Teil sternförmig ausgebreitete Zipfel besitzen. Die Hüllblätter sind dachig angeordnet und enden an der Spitze in einem trockenhäutigen, fransig zerteilten Anhängsel. Die den Griffel umschließenden Staubblätter kontrahieren sich bei Berührung (Seismonastie) und bewirken, daß der hervortretende, mit Pollen belegte Griffel gegen das bestäubende Insekt gedrückt wird.
In Mitteleuropa etwa 12 Arten. Die in ganz Europa heimische Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) hat ca. 2 cm breite, rotviolette Blütenköpfe und wächst in Weiden und Wiesen (auch Magerrasen und Moorwiesen).
In Kalkmagerrasen und -weiden sowie an Wald- und Buschrändern in ganz Europa ist die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) mit fiederteiligen, borstig rauhen Blättern und meist purpurnen, 3–5 cm breiten Blütenständen zu finden.
Auf trockenwarmen Rohboden-Standorten kommt die Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe) mit fiederteilig-linealischen, graugrünen Blättern und rispig gehäuften, 1 cm langen Blütenköpfen vor.