Flieder m, Syringa, Gattung der Ölbaumgewächse mit etwa 20 Arten in Südosteuropa und Asien (insbesondere Mittel- und Nordchina). Überwiegend sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume mit gegenständigen, meist ungeteilten, ganzrandigen Blättern und meist stark duftenden, weißen, roten oder violetten Blüten. Letztere bestehen aus einer langen Kronröhre mit in der Regel 4 Zipfeln und sind in end- oder seitenständigen, zusammengesetzten, vielblütigen Trauben angeordnet. Die Frucht ist eine längliche Kapsel.
Bekannteste Art ist der aus Südosteuropa stammende, bis 10 m hohe Gemeine Flieder (Syringa vulgaris), mit herzförmigen Blättern und 10–20 cm langen, lilafarbenen Blütenständen. Aus ihm sind durch schon im 19. Jh. in Frankreich begonnene Züchtung einige hundert Kulturformen (darunter Syringa × chinensis und Syringa × hyacinthiflora) mit einfachen oder gefüllten, weißen, gelben, roten, hell- oder dunkellila-farbenen und bläulichen Blüten hervorgegangen. Die im Frühjahr blühenden, stark duftenden Sträucher sind weit verbreitet. Weitere Ziersträucher sind u.a.: der Herbstflieder (Syringa microphylla), der Bogenflieder (Syringa reflexa) und der Japanische Flieder (Syringa reticulata).