"Gänserich-Fingerkraut, Gänserich, Gänsich, Gänsekraut, Gänsegarbe, Gänsefutter, Grünsieg, Silberkraut, Silberblatt.
Wächst in ganz Deutschland und den übrigen Ländern Europens auf Triften, Feldern und Wiesen.
Blühet vom May bis in den August.
Man hat von diesem Gewächs die Wurzeln und das Kraut in den Arzneyvorrath aufgenommen, und zwar unter den Nahmen Radices et Herba Anserinae s. Argentinae, jedoch werden beyde in neuern Zeiten nicht mehr gebraucht.
Das ganze Gewächs ist geruchlos, besitzt aber einen zusammenziehenden Geschmack, so wie alle Arten dieser Gattung. Es gehört daher zu den zusammenziehenden Mitteln, an denen es dem Arzneyvorrath nicht gebricht. In ältern Zeiten gebrauchte man es wider das Fieber und auch in der Ruhr. Der ausgepreßte Saft des Krautes war als ein blutstillendes Mittel bekannt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)