Verwendet werden die getrockneten Blätter.
Traditionelle Anwendung:
Die Droge wird nur selten in Form des eingestellten Digitalis-purpurea-Pulvers (Digitalis purpureae pulvis normatus) bei Herzinsuffizienz angewendet. Der therapeutische Einsatz der Droge ist wegen der Beeinflussung der Wirkung der Cardenolidglykoside durch Begleitsubstanzen und wegen der ungenügenden Reproduzierbarkeit bei der Herstellung der Zubereitungen heute weitgehend obsolet. Es kommen die entsprechenden Reinglykoside zum Einsatz.
Homöopathie:
Digitalis purpurea (syn. Digitalis) HAB1, die frischen Blätter einjähriger Pflanzen oder die zu Beginn der Blütezeit gesammelten Blätter zweijähriger Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Herzschwäche, Migräne.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
Digitalis-purpurea-Blätter und die daraus isolierten Cardenolide sind stark wirksame Arzneimittel und dürfen phytotherapeutisch NICHT verwendet werden. Aus diesem Grunde wurden Digitalis-purpurea-Blätter weder vom HMPC, noch von der ESCOP bearbeitet. Auf dem Arzneimittelmarkt stehen heutzutage Fertigarzneimittel mit den aus Digitalisblättern isolierten Cardenoliden (Digitoxin und Gitoxin) zur Verfügung. Sie werden bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ärztlich verordnet und dürfen nur in geeigneter Dosierung eingenommen werden.