"Condaminescher Fieberrindenbaum.
Wächst in Südamerica unter dem vierten Grade südlicher Breite auf den Anden in Peru bey
Loxa imd Ayavaca 900 bis 1200 Klafter über der Meeresfläche.
Blühet in jeder Zeit des Jahres.
Die echte Rinde der Cinchona Condaminea lässt folgende Merkmale an sich wahrnehmen. Es sind Stücke von einer halben bis einer ganzen Linie
dick, leicht zerbrechlich, theils zusammengerollt, theils eingerollt, von einem Sechstel - bis über einen Drittelzoll
im Querdurchmesser. Die äußere Fläche längsrunzlig mit mehr oder weniger entfernten, zerstreuten, kurzen
Querrissen, deren Ränder wenig aufgetrieben sind, mit zerstreuten, warzenartigen Höckern besetzt, von ungleich
brauner Farbe, bald ins Schwärzliche, bald ins Gelbliche fallend, von der Oberhaut bald steingrau, bald
aschgrau zerrissen-bedeckt. Die innere Fläche ziemlich eben, gestreift, rostfarbig-zimmtbraun. Der Bruch von
gleicher Farbe, meist eben, nach innen wenig faserig, nach aufsen unter der Oberhaut dicht, einen dunkelbraunen
Ring bildend. Der Geschmack eigenthümlich, zusammenziehend, etwas säuerlich und nur wenig bitter."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)
"Lanzettblättriger Fieberrindenbaum.
Wächst in Südamerica um St. Fe und in Neu-Granada, zwischen dem vierten und fünften
Grade nördlicher Breite 700 bis 1500 Klafter über der Meeresfläche in kalten Wäldern
der Gebirgsabhänge stets einzeln, kommt aber nach Ruiz in mehreren Provinzen vor, als
in Xauxa, Tanna, Huanuco, Huamalies, Caxamarca, Moyobamba, Chachapayas, Loxa,
Jaen und Cuenca."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)