Felsenblümchen, Draba, hauptsächlich in den Hochgebirgen der gemäßigten Zonen und in der Arktis heimische Gattung der Kreuzblütler mit ca. 270, meist seltenen, zum Teil schwer unterscheidbaren Arten. 1–2jährige oder ausdauernde, überwiegend kleine, Rasen oder Polster bildende, behaarte Kräuter oder Stauden mit Rosetten aus ganzrandigen oder gezähnten Blättchen und kleinen weißen oder gelben, in Trauben angeordneten Blüten. In den Gebirgen Mittel- und Südeuropas beheimatet ist das gelb blühende Immergrüne Felsenblümchen (Draba aizoides). Die ausdauernde, 5–10 cm hohe, dichtrasige Pflanze liebt Kalk und wächst in alpinen Steinrasen und an sonnigen Felsen (Felsspalten). Zusammen mit anderen Arten (z.B. Draba longisiliqua, Draba mollissima oder Draba rigida) wird sie zuweilen in Steingärten gepflanzt. Zu den Therophyten zählt das weißblühende Mauer-Felsenblümchen (Draba muralis), das als kurzlebige Pionierpflanze in Magerrasen sowie an Erdanrissen, Mauern und Böschungen vorkommt.