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"[IV.93. - Galiopsis] - Scrophularia peregrina (Scrophulariaceae) - Fremde Braunwurz
Die Galiopsis - Einige nennen sie Galeobdolon [Andere Galephos, die Aegypter Aithopi, die Römer Urtica Labo]. Der ganze Strauch mit Stengel und Blättern gleicht der Nessel, die Blätter sind aber glatter und beim Zerreiben sehr übelriechend, die zarten Blüthen sind purpurfarbig. Sie wächst überall an Zäunen, Wegen und auf Bauplätzen. Die Blätter, sowie der Stengel, der Saft und die Frucht haben die Kraft, Carcinome, Drüsen am Ohr und an der Schamgegend zu zertheiten. Man muss sie zweimal des Tages mit Essig auflegen und ein warmes Kataplasma davon machen. Ihre Abkochung wird vortheilhaft zum Bähen benutzt. Sie ist auch von guter Wirkung gegen fressende Geschwüre, Gangrän und faulige Geschwüre, wenn die mit Salz aufgelegt wird."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)