"[IV.187. - Saflor] - Carthamus tinctorius (Compositae) - Saflor
Der Knikos hat längliche, eingeschnittene, rauhe, dornige Blätter. Die Stengel sind zwei Ellen hoch, daran Köpfchen von Olivengrösse. Die Blüthe ist dem Safran (an Farbe) gleich, der Same weiss und gelb, länglich, eckig, Diese Blüthe gebraucht man als Zugemüse. Der zerstossene und zu Saft verarbeitete Same zusammen mit Honigwasser oder Hühnergericht reinigt den Bauch, ist aber dem Magen zuwider. Man macht auch den Bauch erweichende Küchelchen daraus, indem man den Saft mit Mandeln, Natron, Anis und gekochtem Honig mischt. Man muss sie aber in vier Stücke theilen und vor der Mahlzeit zwei bis drei von der Grösse einer Wallnuss nehmen. Man bereitet sie auf folgende Weise: (Nimm) 1 Xestes weissen Knikos, 3 Becher geröstete und geschälte Mandeln, 1 Xestes Anis, 1 Drachme Aphronitron, das Fleisch von 30 Feigen. Der Saft des Samens macht auch die Milch gerinnen und sie mehr lösend."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[I.44. - Safloröl]
Ganz ebenso [wie Knidisches Öl] wird auch das Safloröl gemacht; es hat dieselbe Kraft, wie das aus den knidischen Körnern, aber viel schwächer."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)