Synonyme für Fraxinus americana: Fraxinus alba, F. acuminata, F. canadensis, Calycomelia americana;
Amerikanische Esche
Inhaltstoffe: in den Blättern: u.a. Flavonoide, Sterole und Triterpene (u.a. Campestrol, Stigmasterol, Betulin). In der Rinde: Fraxin, Fraxinol, Fraxetin, Tannin, äther. Öl.
Synonyme für Fraxinus excelsior: Fraxinus apetala, F. biloba, F. excelsa;
Steinesche, Asch
Drogen:1. Fraxini folium (syn. Folia Fraxini); Eschenblätter, die im Mai bis Juni gesammelten und getrockneten Laubblätter.
Inhaltstoffe: Flavonoide (0,6-2,2 %, v.a. Rutin, Rhamnoglucoside von Kämpferol und Quercetin), Gerbstoffe (0,6-4 %), Ferulasäure, Kaffeesäure, p-Cumarsäure, p-Hydroxybenzoesäure, Protocatechusäure, Sinapinsäure, Syringasäure und Vanillinsäure, ferner Pflanzenschleime (9-22 %), Mannitol (16-29 %), Triterpene, u.a. Betulin und Betulinsäure, Sterole, Alkane und Iridoide.
2. Cortex Fraxini; Fraxinus-excelsior-Rinde (syn. Eschenrinde), die Rinde jüngerer Zweige.
Cumaringlykoside und -derivate, u.a. Isofraxidin, Aesculetin, Aesculin, Scopoletin, Fraxinol, Fraxin, Fraxidin und Fraxetin, Secoiridoide (10-Hydroxyligstrosid), Gerbstoffe, Sterole, Mannitol, Glucose, äther. Öl.
Synonyme für Fraxinus ornus: Fraxinus mannifera, F. rotundifolia, Ornus europaea;
Mannaesche
Drogen:Manna; Manna (syn. Eschenmanna, Himmelsbrot, Himmelstau, Judenbrot, Stengelmanna, Röhrenmanna), der durch Einschnitte in die Rinde gewonnene, an der Luft getrocknete Saft.
Inhaltstoffe: D-Mannitol (70-90 %) vgl. Formel, D-Glucose (2,2 %), Fructose (2,5 %), Harz, Spuren von Schleim, Fraxin und bitteren Stoffen (in geringwertigen Sorten).
Historisches: Ob die Araber, denen Sizilien 827-1070 zufiel, die Verwertung der Manna-Esche ausfindig gemacht haben, ist nicht erwiesen, aber es wird berichtet, daß Venedig im 9. Jh. u.a. Manna aus Sizilien bezog. Mitte des 15. Jh. wird Eschen-Manna erstmals in Dispensatorien genannt und die Gewinnungsmethode durch Einschneiden der Rinde beschrieben. Das in der Bibel beschriebene Manna stammt wahrscheinlich von Tamarix gallica var. mannifera, dem zuckerhaltigen Sekret, das nach dem Stich einer Schildlaus austritt. Andererseits könnte es sich bei dem biblischen Manna auch um Bruchstücke der Mannaflechte Lecanora esculenta gehandelt haben.
Der Gattungsname Fraxinus entspricht dem lateinischen Namen für Esche, der wiederum vom griechischen phrasso (umzäunen) abgeleitet ist, weil der Baum angeblich gutes Holz für Umzäunungen lieferte. Der deutsche Name Esche leitet sich aus dem Althochdeutschen ab und bedeutete bes. im Altnordischen und Angelsächsischen Speer, der aus Eschenholz gefertigt wurde. In der Arzneikunde des griechischen und römischen Altertums spielten veschiedene Eschenarten eine wichtige Rolle. So empfahlen Hippokrates und Theophrast Eschenlaub als Laxans und Diuretikum sowie bei Gicht und Rheuma.