Verwendet werden die zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teile, bestehend aus Blättern, Stängeln, Blüten und Früchten (Fumariae herba - Erdrauchkraut).

Traditionelle Anwendung:
Anwendung gegen krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes. In der Volksheilkunde wird die Droge bei Verstopfung, Lebererkrankungen, Blasenleiden, Hautkrankheiten und als Diuretikum eingesetzt. Auch über die Verwendung bei Rheumatismus, Arteriosklerose, Arthritis, hohem Blutdruck, Hypoglykämie, Infektionen sowie als Tonikum existieren Berichte.

Homöopathie:
1. Fumaria officinalis HAB1, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: chronisches juckendes Ekzem bei Leberstörungen.
2. Fumaria officinalis spag. Krauß HAB1, die ganzen frischen, blühenden Pflanzen.
Anwendungsgebiet: in der spagyrischen Therapierichtung.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): bei Verdauungsbeschwerden (z.B. Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Flatulenz) im Zusammenhang mit Leber-Galle-Störungen.
Unerwünschte Wirkungen: Die Alkaloide sind zwar als toxisch einzustufen, bei therapeutischer Anwendung ist allerdings mit keinen Intoxikationen zu rechnen.

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 bis 3 g Erdrauchkraut mit 150 mL kochendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen.
Mehrmals täglich eine Tasse Erdrauchkrauttee vor oder zu den Mahlzeiten trinken. Tagesdosis: 6 g Droge.