"Immerblühende Erdbeere, Monathserdbeere.
Wächst in Europa auf Gebirgen.
Blühet von dem Frühjahre bis spät in den Herbst.
Was sich von der Fragaria simperflorens in pharmacologischer Rücksicht sagen lässt, ist ganz gleich mit dem, was bey der Fragaria vesca vorkommt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)

"Wilde Erdbeere, gemeine Erdbeere, Walderdbeere, Lastbeere, Preßlinge, Brößlinge, Besingenkraut, rothe Besingen.
Wächst in ganz Deutschland und den übrigen Ländern Europens in trocknen, unfruchtbaren Wäldern.
Blühet im May und Junius.
In ältern Zeiten sammelte man von der Fragaria vesca, und wahrscheinlich auch von mehreren der hier beschriebenen Arten, die Wurzeln und das Kraut, Radices et Herba Fragariae, so wie auch die frischen Früchte, Fraga s. Fructus Fragorum; ja nach Linne auch Aqua, Acetum und Spiritus Fragorum.
Wurzel und Kraut sind zusammenziehend. Den Absud davon hat man beym gefallenen Zapfen empfohlen.
Die Früchte enthalten nach Scheele Citronen- und Äpfelsäure zu gleichen Theilen. Sie sind etwas harntreibend und wurden in ältern Zeiten als ein Mittel wider die Gicht empfohlen; aber sie verderben sehr leicht den Magen, wenn sie ohne Wein ung Gewürz genossen werden."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)

"Virginische Erdbeere, Scharlacherdbeere, frühe Erdbeere.
Wächst in Virginien und Carolina.
Blühet im April und May.
Auch diese Art ist sehr wahrscheinlich in pharmacologischer Rücksicht der Fragaria vesca gleich zu stellen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)

"Hügel - Erdbeere, harte Erdbeere, Knüppelerdbeere, Knüppelbesinge, Knackbeere, Knispeln, Haarbeere, Lastbeere, Pflasterbeeren, Steinbeeren, Steinknöpf, Brösling, Pressling.
Wächst in Deutschland und in der Schweiz auf waldigen Hügeln mit lehmigen Boden, an sonnigen und schattigen Orten.
Blühet im May und Junius.
In pharmacologischer Rücksicht betrachtet, werden die Wurzeln und Blätter dieser Art wohl denen der Fragaria vesca gleich gestellt werden können, und so auch die Früchte, wenn diese nur die vollkommne Reife erlangt haben."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)