Eisenkrautgewächse, Verbenaceae, mit den Lippenblütlern nahe verwandte Familie der Lamiales [Lippenblütlerartige] mit ca. 75 Gattungen und über 3000 Arten; hauptsächlich in den Tropen und Subtropen (besonders in Südostasien, Mittel- und Südamerika), seltener in den gemäßigten Zonen lebende Bäume, Sträucher, Lianen oder Kräuter mit meist gegenständigen, seltener quirlig oder wechselständig angeordneten, meist ungeteilten Blättern sowie 4- oder 5zähligen, zygomorphen (bisweilen auch fast strahligen), staminokarpellaten Blüten in cymösen oder racemösen Blütenständen. Die Blütenkrone ist röhren- oder trichterförmig und besitzt einen mehr oder minder 2lippigen Saum; sie umschließt in der Regel 4 (bisweilen auch 2 oder 3) Staubblätter, von denen 2 länger ausgebildet sind als die übrigen. Der oberständige Fruchtknoten besteht aus 2 (seltener 4 oder 5) verwachsenen Fruchtblättern, die meist durch falsche Scheidewände in Fächer unterteilt werden. Jedes Fruchtblatt entwickelt 2 zentralwinkelständige, aufrechte, selten hängende Samenanlagen. Die Frucht ist eine Steinfrucht oder (seltener) eine Kapsel (Fruchtformen), besitzt eine saftig-fleischige oder trockene Fruchtwand und kann in Teilfrüchte zerfallen. Die Ausbreitung der Samen erfolgt oft durch Vögel.
Die Gattung Verbena enthält Stauden und Halbsträucher mit in endständigen, dichten, bisweilen doldenartig verkürzten Ähren stehenden Blüten. Die Mehrzahl ihrer Arten ist auf den amerikan. Kontinent beschränkt. Eine Art, die ursprünglich im Mittelmeerraum heimische, heute weltweit verschleppte und eingebürgerte Verbena officinalis, das Echte Eisenkraut, mit blaßlila, in dichten, schmalen Ähren stehenden, kleinen Blüten, ist auch in Mitteleuropa vertreten. Die als Stickstoffzeiger in lückigen Unkrautfluren, an Wegen, Mauern und Zäunen sowie in Trittgesellschaften wachsende Pflanze blüht von Juli bis September. Sie galt bereits im Altertum als Heilpflanze und spielte auch in der Magie, etwa als Schutz gegen Verwundung durch eiserne Waffen (Name!), eine Rolle. Sie enthält neben etherischen Ölen u. a. die Glykoside Verbenalin (Cornin) und Verbenin und wird in der Homöopathie z. B. zur Behandlung verschiedenster Hautkrankheiten angewendet.