Synonyme: Verbena sororia, V. spuria, V. domingensis;
Echtes Eisenkraut, Eisenbart, Heiligkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut

Historisches: Der Gattungsname Verbena ist vermutlich keltischen Ursprungs. Der Name Eisenkraut ist eine Übersetzung aus dem griechischen sideritis, einem bei Dioskurides benutzten Pflanzennamen, (sideros = Eisen). Verbena officinalis wurde bei den antiken Völkern hoch verehrt. Sie war der Erigineia, der Göttin der Frühe, geweiht. Im alten Ägypten hieß sie "Träne der Iris", die bei feierlichen Gelegenheiten verbrannt wurde und auch als Wundermittel bei Verletzungen galt. Plinius bezeichnete sie als berühmteste Pflanze der römischen Flora, von der immer Bündel auf dem Altar des Jupiter lagen. Im Aberglauben der Völker hat sie stets eine bedeutende Rolle gespielt. Im Mittelalter diente sie nicht selten als Beschwörungs- und Zaubermittel.

Drogen: Verbenae herba (syn. Herba Verbenae, Herba Columbariae, Herba Sanguinalis), Eisenkraut (syn. Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut), die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, ganzen oder geschnittenen Laubblätter und oberen Stengelabschnitte.
Inhaltstoffe: Iridoide, bes. Verbenalin (0,15 % isoliert) und Hastatosid (0,08 %) vgl. Formel, ferner Flavone, u.a. Glykoside des 6-Hydroxyapigenins und des 6-Hydroxyluteolins, Hydroxyzimtsäurederivate, u.a. Verbascosid (0,8 %) sowie geringe Mengen Adenosin, Schleimstoffe und Spuren von äther. Öl.