Verwendet werden die Rinde von Ästen und Stamm und die Blätter in getrocknetem Zustand, sowie die Eicheln.

Traditionelle Anwendung:
Die getrocknete Rinde wird äußerlich bei entzündlichen Hauterkrankungen, Schleimhautentzündungen im Mund und Rachenbereich, Entzündungen im Anal- und Genitalbereich sowie in Form von Bädern bei nässenden Dermatosen, innerlich gelegentlich bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen angewendet.
In der Veterinärmedizin wird die getrocknete Rinde von Ästen und Stämmen innerlich bei Durchfällen, Drüsenfieber und Wurmkoliken verwendet.
Eichelkaffee, die von der Samenschale befreiten, gerösteten Samenkerne, hilft volkstümlich bei Magen- und Darmbeschwerden.

Homöopathie:
1. Quercus, äthanol. Decoctum HAB 1, die getrocknete Rinde junger Zweige und Stockausschläge von Qercus robus und Quercus petraea.
Anwendungsgebiet: in der anthroposophischen Therapierichtung.
2. Quercus e cortice HAB 34, die frische Rinde junger Zweige von Quercus petraea und Q. robur.
3. Quercus e glandibus HAB 34, die getrockneten Früchte mit der Schale.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
Wissenschaftlich belegte Indikationen: zur unterstützenden Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen wie nässenden Ekzemen, Intertrigo, Juckreiz (speziell im Genito-Anal-Bereich), Hyperhidrosis, Wundbehandlung u.ä.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses (traditionell):
Zur Teezubereitung verwendet man als Einzeldosis 1/2 Teelöffel (ca. 1,5 g) feingeschnittene oder grob gepulverte Rinden-Droge. Als Tagesdosis werden 3 g Droge empfohlen. Für Spülungen verwendet man 20 g Droge/1 l Wasser und als Badezusatz 5 g Droge/1 l Wasser.