"Althaea officinalis L.,
Eibisch (Malvac.). — Althea, Ebiscus oder wilde Malve hat vertheilende, erschlaffende, entzündungswidrige,
mitigirende und unreife Geschwülste reifende
Wirkung. Wurzel und Samen haben gleiche Wirkung
wie die Blätter. Sie heilen Leberflecke und der Samen
löst Nierensteine. Das Wurzeldecoet ist gegen Dysenterie,
Diarrhoe und Haemorrhagie geeignet.
Bei Hippokrates finde ich Althaea nicht erwähnt,
bei Largus nur als äusserliches Mittel. Die Altheewurzel
ist auch in der modernen Medicin ein beliebtes Emolliens
und Demulcens und als solches verwendet es auch Galen.
Diese Wirkung ergiebt sich aus ihrem reichen Gehalt an
mildem Schleim und Amylum: nach Hager enthält die
trockene Wurzel ca 30% Amylum, 25% in kaltem Wasser
löslichen Schleim, Pektin, Albumin, Zucker u. s. w.."
(Ludwig Israelson: Die "materia medica" des Klaudios Galenos, 1894)