Synonyme: Eife, Ibenbaum, Kantelbaum, Taxbaum, Ybe
Historisches: Die Giftwirkung der Eibe ist seit dem Altertum bekannt und wurde sowohl für Mordanschläge als auch für Suizide genutzt. Früher, besonders im 17. und 18. Jh., wurde der immergrüne Baum häufig als Hecke zur Flurabgrenzung eingesetzt. Der Gattungsname Taxus ist indogermanischer Herkunft, abgeleitet von teks (künstlich herstellen), da das Holz für Schnitzereien verwendet wurde; bacca (lat., Beere, d.h. beerentragend), bezieht sich auf die Frucht. Die deutsche Bezeichnung Eibe ist auf das althochdeutsche iwa zurückzuführen.
Drogen: Herba Taxi baccatae; Eibenblätter (syn. Taxus-baccata-Blätter). Die Droge ist stark giftig!
Inhaltstoffe: Alkaloid-Gemisch (Taxin), u.a. Taxin A vgl. Formelund B vgl. Formel (basische Polyhydroxyditerpene mit Essigsäure oder β-Dimethylamino-β-phenylpropionsäure verestert); Baccatin III und 10-Desacetylbaccatin III; Taxacine (acylfreie Polyole); Biflavonoide, Phenole, wie Betulosid, Taxicatin.