"Taxus baccata L. ,Eibe (Taxin.).
Smilax oder Taxusbaum hat Giftwirkung.—Die giftige Eigenschaft
der Eibe war im Alterthum wohl bekannt. Theophrast
giebt an, dass die Blätter Pferde, Esel- und Maulthiere
tödten. Caesar giebt in seinem „de bello gallico“ an, dass sich der besiegte König der Eburonen, Cativolcus,
vermittelst Eibengiftes tödtete. Dioscorides hält
die narbonensische Eibe für so giftig, dass das Schlafen in
ihrem Schatten die Gesundheit schädige, ja selbst den Tod
herbeiführen könne. Auch Plinius betont die stark giftige
Eigenschaft der Eibe und hält sogar das Toxicon (Pfeilgift)
für eine Verstümmelung von Taxicum.
Taxus baccata gehört nach Robert zu
den localen Reizmitteln, welche bei Hochschwangeren Uteruscontractionen
auslösen können. Die Blätter dienen als Abortivum;
„auch die Giftigkeit der rothen Beeren ist durch
mehrere Todesfälle bei hindern constatirt“. Bei Taxus sind
„die narkotischen Erscheinungen, Schwindel, Kopfschmerz,
Coma, stärker hervortretend, als bei Sabina; der Tod tritt
schneller, oft in wenigen Stunden ein“. Das wirksame Princip
sind wohl zwei verschiedene Stoffe, ein reizender (Harz)
und ein narkotisch wirkender, das Taxin. Es tödtet Thiere
unter Dyspnoe und Convulsionen durch Erstickung."
(Ludwig Israelson: Die "materia medica" des Klaudios Galenos, 1894)