"Es gibt deren nicht sehr viele Arten, die theils an der Südspitze von Afrika, theils in Japan und Nordamerika wild wachsen; die einzige europäische Species ist:

Der Eibenbaum der Furien, Taxus baccata L., den man oft bei uns in den Gärten zur Zierde zieht. Er erreicht eine beträchtliche Höhe und Dicke ; seine schönen dunkelgrünen Blätter bleiben das ganze Jahr hindurch stehen, und nehmen sich besonders im Spätjahre gut aus, wenn an den weiblichen Bäumen die beerenartige Frucht eine purpur- oder scharlachrothe Farbe annimmt. Diese letzteren, so wie alle Theile des Baumes haben nach zahlreichen Angaben eine heftige, selbst giftartige Wirkung; doch darf man auch nicht verschweigen, dass es an Widersprüchen in diesem Punkte nicht fehlt, ja, man hat selbst die Taxusfrüchte für unschädlich und essbar ausgegeben.
Die Dichter der Vorzeit versetzten diesen zierlichen Baum in die dunkeln Schattengänge der Unterwelt ; ja sie gaben den Furien Fackeln in die Hand, die aus dem Holze des Eibenbaums gefertigt waren.
In dem innern Heiligthume von Eleusis bekränzten sich die Priester mit Myrten und Zweigen des Taxusbaumes, so wie auf gleiche Weise Demeter selbst ausgeschmückt wurde."
(J.H.Dierbach: Flora Mythologica, 1833)