"Gemeiner Epheu, Epheubaum, Epheustrauch, Mauerepheu, Erdepheu, Eppig, Ewig, Iven, Wintergrün, Baumwinde, Mauerpfau, Mauerewig, Mauereppig, Mauerwurz, Hoof, Hop, Haub, Kliox, Ivenblätter, Lorbeerkraut, Klimmop.
Wächst in ganz Deutschland und den übrigen Ländern Europens in schattigen Wäldern, auf der Erde, an alten Bäumen, an Mauern und Felsen.
Blühet im September und October.
In ältern Zeiten wurden in den Apotheken das Holz, die Blätter, die Beeren und das Gummi, Lignum, Folio, Baccae et Gummi Hederae arboreae aufbewahrt; jetzt aber ist nur das letztere noch gebräuchlich.
Die Blätter, die einen bittern, herben, ekelhaften Geschmack haben, werden mehr äußerlich als innerlich angewendet, und zwar gebrauchte man sie zum Offenhalten künstlicher Geschwüre. Die Beeren werden als ein Brech- und Purgirmittel gebraucht. Das Gummi, welches eigentlich ein Gummiharz ist, fließt nur in warmen Ländern aus den alten Stämmen des Gewächses, und zwar entweder von selbst, oder durch Einschnitte, die man in die Rinde derselben macht. Es kommt aus dem Orient zu uns in Gestalt großer, rothbrauner oder grünlicher, zerreiblicher Stücke, die aus durchscheinenden Körnern zudammengehäuft und mit mancherley Unreinigkeiten vermengt sind. Es hat einen schwachen, aromatischen Geruch, und enthält auch einige ätherisch-öhlige Theile. Es ist ein specifisch, auf den Uterus wirkendes Mittel, indem es die Thätigkeit der Gefäße desselben vermehrt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)