"Gemeine Eberesche, Ebreschen, Aberasche, Aberasch, Aressel, Aschrösel, Eschen, Adelesche, Faulesche, Waldeschen, Escheritzen, Limbene, Weilaisch, Drecksack, Adelsbeere, Abereschenbeere, Ebereschenbeere, Eibischbeere, Ebritzbeere, Drosselbeere, Maßbeere, Krammetsbeere, Quitschenbeere, Qualsterbeere, Pihlbeere, Agathbaum, Limbaum, Pilberbaum, Sperberbaum, Güreschbaum, Gärmeschbaum, Mahlbaum, Haureschbaum, Ebschbeerbaum, Quickenbeerbaum, Schneischenbeerbaum, Vogelbeerbaum, Zippenbeerbaum, wilder Speierling.
Wächst in ganz Deutschland und den übrigen nördlichen Ländern Europens in Wäldern. Auch im nördlichen Asien und auf dem Berge Libanon.
Blühet im May.
Man sammelte sonst von Sorbus aucuparia die Früchte unter dem Nahmen Baccae Sorbi aucupariae. Sie sind sauer und zusammenziehend. Scheele führt sie mit unter denjenigen Früchten auf, die, nach seiner Untersuchung, größtentheils Äpfelsäure und wenig oder gar keine Citronensäure enthalten. Sie kommen daher sehr überein mit den Früchten von Prunus spinosa, durch welche sie auch entbehrlich gemacht werden.
An mehreren Orten findet man in den Apotheken auch ein aus ihnen bereitetes Muß, unter dem Nahmen Ebereschenmuß, Rob Sorborum, welches von dem gemeinen Manne, so wie das Fliedermuß, als schweißtreibendes Mittel gebraucht wird."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)