"Pterocarpus draco (Pterocarpus officinalis)
"Der Pterocarpus Draco gehört , so wie der Pterocarpus indicus und santalinus zu den Bäumen, welche das bekannte Drachenblut geben. Um es zu gewinnen, macht man Querschnitte in die Rinde des Stammes, und so sieht man dann bald darauf eine blutrothe Flüssigkeit in Tropfen hervortreten, und, besonders bey starker Sonnenhitze, schon nach einigen Minuten sich verdicken und hart werden, und so als Drachenblut sich darstellen. Ehemals wurde es häufig gesammelt, und zur weitern Verbreitung nach Carthagena in Spanien geschickt, jetzt aber wird das Einsammeln nicht mehr so betrieben, da das Drachenblut schon seit langer Zeit nur noch wenig gebraucht, und daher auch wenig gesucht worden ist. Eben daher kommt es denn auch, dass diese Sorte von Drachenblut durch Handel nicht mehr zu uns kommt....
Man hielt ehedem das Drachenblut für ein zusammenziehendes Mittel, die Untersuchung Melandri’s aber zeigt, dass man sich sehr geirrt hat, und so lässt sich auch erklären, weshalb man es, als zusammenziehendes Mittel, unwirksam fand. Jetzt scheint es aber, als Alkaloid, von neuem die Aufmerksamkeit der Ärzte zu verdienen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Neunter Band. 1825)