"Gemeines Schlangenkraut, Sumpfschlangenkraut, Wasserschlangenkraut, Wasserschlangenwurz, Wassernatterwurz, Drachenschwanz, Froschlöffel, Froschkraut, Klappenkraut.
Wächst in den mehreren Gegenden Deutschlands und den südlichen Ländern Europens in Sümpfen.
Blühet im Junius und Julius.
In ältern Zeiten sammelte man die Wurzel dieses Gewächses und bewahrte sie unter dem Nahmen Radix Dracunculi palustris in den Apotheken auf.
Der vorwaltende Bestandtheil dieses Gewächses ist wohl der scharfe Stoff, den es in allen seinen Theilen - außer dem Schleime, der in den Beeren sich findet - enthält. In diesem Schleime, der von weißer Farbe und von der Consistenz einer Gallerte ist, liegen die äußerst stark mit scharfem Stoffe begabten Samen, er selbst aber ist völlig geschmacklos.
Man gebrauchte sonst die Wurzel als ein schweißtreibendes, ja sogar dem Gifte widerstehendes Mittel."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)