Douglasie w [benannt nach dem schottischen Botaniker David Douglas, 1798–1834], Douglasfichte, Pseudotsuga, Gattung der Pinaceae (Unterfamilie Abietoideae) mit 3 Arten im westlichen Nordamerika und 4 Arten in Ostasien; die Gattung zeigt damit die nordamerikanisch-ostasiatische Großdisjunktion (Arealaufspaltung). Die immergrünen, schnellwachsenden Bäume besitzen weiche, flache Nadeln (die im Gegensatz zur Tanne nicht auf einem scheibenförmig verbreiterten Fuß sitzen) und charakteristisch hängende weibl. Zapfen mit weit herausragenden, geschlitzten Deckschuppen.
Wichtigste Art ist die im pazifischen Nordamerika beheimatete und dort bis 100 m hohe Pseudotsuga menziesii, die unter ihrer Borke charakteristische Harzblasen bildet. Sie wird seit dem 19. Jahrhundert auch in Europa kultiviert und gewinnt infolge ihrer hohen Wuchsleistung bei guter Holzqualität als wichtigster ausländischer Forstbaum auch bei uns zunehmend an Bedeutung. Die Douglasie verdrängt dabei vor allem die (überwiegend ebenfalls standortsfremden) Fichtenforste. Nach Erreichen des Mannbarkeitsalters dringt die Art auf trockenwarmen Standorten zunehmend auch in schützenswerte Gesellschaften der Trauben-Eiche ein, z. B. in das Betulo-Quercetum petraeae (Quercetea robori-petraeae). Das Holz (Oregon Pine, Douglas fir; der feinringige gelbliche Splint als "yellow fir", das gröbere rötliche Kernholz als "red fir" gehandelt) ist hart und fest (Dichte = 0,47 g/cm3) und findet vielfältige Verwendung, u. a. für Eisenbahnschwellen, Brückenbau sowie als Parkett und Wandtäfelung.