"[III.60. - Dill] - Anethum graveolens (Umbelliferae) - Dill
Das Speiseanethon [Einige nennen es Polgidas, Andere Aniketon, die
Propheten Same des Hundsaffen, ebenso Haare des Hundsaffen, auch
Same des Merkur, die Agypter Arachu, die Römer Anethum, die Afrikaner
Sikkiria, die Dakier Polpum]; die Abkochung der trockenen Dolde und
der Frucht befördert als Trank die Milchabsonderung, lindert Leibschneiden
und Blähungen, reinigt den Bauch und stillt leichtes Erbrechen, treibt den
Harn und beruhigt den Schlucken, bei anhaltendem Genuss aber schwächt
sie das Gesicht und unterdrückt die Zeugungskraft. Von Nutzen ist seine
Abkochung als Sitzbad für hysterische Frauen. Der gebrannte Same als
Umschlag vertreibt Geschwülste (Kondylome) am After."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[I.61. - Die Bereitung des Dillöls] - Anethum graveolens (Umbelliferae) - Dill
8 Pfund 9 Unzen Oel, 11 Pfund 8 Unzen Dillblüthe, macerire sie in dem
Oel einen Tag lang, dann presse mit den Händen aus und setze es weg.
Wenn du aber ein doppeltes Pressöl machen willst, macerire frische
Dillblüthe auf oben dieselbe Weise. Es hat die Kraft, die Gebärmuttergegend zu erweichen und zu eröffnen, ist wirksam gegen die Wechselfieber, erwärmt, hebt die Erschlaffung, und ist heilsam gegen Gelenkschmerzen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[V.75. - Fenchel- und Dillwein]
Der Fenchel-, Dill- und Petersilienwein wird auf gleiche Weise bereitet [wie der Selleriewein]. Sie haben dieselbe Wirkung."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)