"Vateria indica
"Roxburgh bemerkt in seinem Hortus Bengalensis, dass das Harz der Vateria indica ostindischer Copal sey; aber auch Retz sagte schon, dass sein Elacocarpus copalliferus , der nach mir Vateria acinninata heißt, das Harz ausschwitzc, welches man Copal nenne, und es gehörten hierher noch mehrere Arten.
Hiernach zu urtheilen, kann man also nur die Vateria indica und acinninata mit Bestimmtheit angeben, von welchen der ostindische Copal herkommt; von den übrigen Arten dieser Gattung, die nach Retz ihn ebenfalls liefern sollen, bleibt es unbestimmt und auch wohl zweifelhaft, weil der ostindische Copal nicht so verschieden vorkommt, wie der westindische, der von mehreren. der Art nach verschiedenen Gewächsen gesammelt wird.
Der ostindische Copal kommt in kugligen, mehr oder weniger gelblichen und durchsichtigen, sehr schwer zerbrechlichen Stücken vor, welche an Größe sehr verschieden und im rohen Zustande mit einer grauen Kruste bedeckt sind. Nimmt man ihm diese, so erscheint seine Oberfläche chagrinartig; und dies ist ein sehr sicheres Kennzeichen, wodurch man ihn von allen übrigen Harzen und Copalarten unterscheiden kann. In diesem, von der Kruste gereinigten Zustande, kommt er jetzt auch gewöhnlich im Handel vor."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)