Windröschen, Anemone, Gattung der Hahnenfußgewächse, die mit ca. 120 Arten weltweit in den gemäßigten Regionen (vor allem in Süd- und Ostasien und dem Süden Nordamerikas) verbreitet sind. Ausdauernde Kräuter mit handförmig gelappten bis fiederspaltig geteilten Grundblättern und 3–4 ähnlichen, an den Blütenstengeln sitzenden Hochblättern, die oft unter den endständigen, schalenförmigen Blüten einen Quirl (Wirtel) bilden. Die Blüten besitzen 5 oder mehr kronblattartige (längliche bis rundliche) Hüllblätter sowie zahlreiche Staub- und Fruchtblätter. Anders als bei Pulsatilla (Küchenschelle) haben die Nußfrüchtchen einen kahlen, kurzen Griffel.
In Laubwäldern ist das bis 20 cm hohe, noch vor dem Laubaustrieb erscheinende Busch-Windröschen (Kuckucksblume, Osterblume, Anemone nemorosa) als Rhizomgeophyt (Frühlingsgeophyten) weit verbreitet. Seine Blätter treiben erst nach den einzeln stehenden, bis 4 cm großen, innen weißen, außen oft rötlich angehauchten Blüten. Das ähnliche aber seltene Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides; in Auewäldern und feuchten Laubmischwäldern) hat gelbe, oft paarig auftretende Blüten mit außen behaarten Hüllblättern. Beide Arten sind giftig, da sie in allen Teilen das Alkaloid Protoanemonin und weitere Giftstoffe enthalten.