"Buchweizen-Knoterig, Buchweizen, Heidekorn, Heiden, Heide, Blende, Haden.
Wächst in Deutschland und den übrigen Ländern Europens gleichsam wild unter den Saaten,
ursprünglich aber in Asien.
Blühet vom Junius bis in den August.
Dieses Gewächs wurde vor drey bis vier Hundert Jahren aus der Türkey und Griechenland
nach Italien gebracht und von da, wo es noch jetzt als Futterkraut gebauet wird, nachher weiter
in Europa verbreitet. Es kommt im dürresten und sandigsten Boden sehr gut fort, und besitzt
dabey noch die gute Eigenschaft, den Boden gleichsam zu düngen, weshalb es denn auch von
dem Landwirthe sehr geschätzt wird.
Den Samen Semen Fagopyri, aus welchem die Buchweizengrütze bereitet wird, führt Linne
in seiner Materia medica als ein kühlendes und nährendes Mittel auf, welches als Speise
genommen werden soll."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Fünfter Band. 1855.)