"Die Bucheckern seyn etwas warmer Natur: Aber die Blätter seyn kalt.
Eusserlicher Gebrauch: So man frische Blätter kauwet/ helffen sie wol wider der Lefftzen und dess Zanfleischs hitzige Geschwulst unnd Geschwür. Gestossen unnd auffgestrichen stärcken sie die schlaffenden Glieder.
Man findet ein Wasser in den alten Buchen so hohl seyn/ welches zu allerley Grindt kan gebraucht werden/ (an Menschen und Viehe.)
RUELIUS sagt/ dass mit dess Buchbaums Gerten die Schlangen vertrieben werden.
Etliche sagen wenn man die Bucheckern zu Pulver brenne/ dasselbige mit Schweinenschmaltz vermisch/ und warm auff die Lenden lege/ helffen sie wider den Stein.
Se wirdt dieser Baum mehr zum hauwen und zu brennen dann zur Artzney gebraucht( dann im Wasser bleibt sein Holtz unverzehrt/ und wirdt fester darvon/ Also machen die Bauwersleuthe auss den Rinden mancherley Gefäss und Körbe.
Auss den faulen Bäumen brennet man Weidaschen zum färben.)
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(Tabernaemontanus Kräuterbuch, 1613)