Brunnenkresse, Nasturtium, Gattung der Kreuzblütler, mit ca. 40 Arten weltweit verbreitet. Die Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist eine ausdauernde, bis etwa 1 m lange, kahle Pflanze mit hohlen, aufrechten oder am Grunde kriechenden (seltener flutenden) Stengeln. Die glänzenden, etwas fleischigen, leierförmig gefiederten Laubblätter sind aus Seitenblättchen und einem größeren, rundlichen Endblättchen zusammengesetzt. Die in end- oder achselständigen Trauben angeordneten Blüten besitzen weiße, sich lila verfärbende Kronblätter und gelbe Staubbeutel.
Standorte der Brunnenkresse sind kühle, schnellfließende Gewässer, Quellen und Quellbäche, seltener Röhrichte und Flutsäume von langsam fließenden Gewässern. Hier läßt sich eine Flachwasserform, deren kantiger Stengel Luftblätter mit 3–4 Fiederpaaren trägt und reichlich durch Wasservögel ausgebreitete Samen ansetzt, von einer Tiefwasserform mit rundem, meist flutendem, nicht blühfähigem Stengel und Laubblättern mit höchstens 1–2 Fiederpaaren unterscheiden.
Die Brunnenkresse gilt seit alters her als Heil- und Genußpflanze. Ihres hohen Vitamin-C-Gehalts wegen wurde sie insbesondere bei Skorbut angewendet. Der bitterscharfe, würzige, kresseartige Geschmack ihrer Blätter ist auf das darin enthaltene Phenylethylsenföl zurückzuführen. Die schon zu Beginn des 12. Jahrhunderts kultivierte Pflanze wird vereinzelt bis heute als Salat angebaut.