Synonyme: Harnkraut, Kahles Bruchkraut, Tausenkorn
Historisches: Der Gattungsname Herniaria ist lateinischer Herkunft (hernia = Bruch) und bezieht sich auf die frühere Verwendung der Pflanze gegen Bruchleiden. Der Artname glabra (kahl) kennzeichnet den Unterschied zum behaarten Bruchkraut (hirsutum = rauhhaarig). Erste Hinweise über die arzneiliche Nutzung der Pflanze stammen aus dem 16. Jh. und zwar zunächst als Mittel gegen Leistenbrüche, später auch als harntreibende Droge.
Drogen: Herba Herniariae (syn. Herniariae herba); Harnkraut (syn. Bruchkraut), die zur Blütezeit gesammelten und getrocknetem, ganzen oder geschnittenem oberirdischen Teile.
Inhaltstoffe: Triterpensaponine (3-9 %), die bisdesmosidische Verbindungen mit verzweigter Zuckerkette darstellen und Medicagen-, Gypsogen- oder 16-Hydroxymedicagensäure als Sapogenin enthalten. Weitere Bestandteile sind Flavonoide (0,2-1,2 %, mit Isorhamnetin- und Quercetinderivaten) sowie Cumarine (0,1-0,4 %), u.a. Herniarin und Umbelliferon enthaltend.