" Brucea ferruginea
In dem ersten Jahrzehent dieses Jahrhunderts ist die Rinde der Brucea ferruginea unter
dem Nahmen der ostindischen oder unechten Angusturarinde bekannt geworden, indem
sie der echten im Handel untergeschoben wurde....
Diese Rinde gehört zu den narkotischen Giften; ihr Gebrauch bringt Schwindel, Angst, Ermattung,
ein unangenehmes Gefühl von Beweglosigkeit, Erbrechen, Fieber, Zittern und krampfhafte
Zuckungen hervor. Sie hat überhaupt in ihren Wirkungen viel Ähnliches mit den Ignatiusbohnen
und den Krähenaugen, so wie denn auch ebenfalls in ihr von Pelletier und Caventou
ein eigenthümliches Alkaloid, Brucin genannt, aufgefunden worden ist. ..."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)