Rubus m [latein., = Brombeerstrauch], hauptsächlich in der nördlich-gemäßigten Zone heimische Gattung der Rosengewächse mit ca. 250 Arten, die schwer untereinander abzugrenzen sind, da durch Apomixis, Hybridisierung und Polyploidisierung spontan neue Arten auftreten. Meist stachelige, oft rankende, immer- oder sommergrüne Sträucher mit meist 2jährigen, mehr oder minder rutenförmigen Trieben, überwiegend 3–7teilig gefiederten Blättern, weißen oder rosafarbenen Blüten (an kurzen Seitentrieben) und meist roten oder schwarzen Sammelsteinfrüchten.
Eine sehr umfangreiche Sammelart mit über 2000 Kleinarten ist die in fast ganz Europa vorkommende Brombeere (Rubus fruticosus), ein stacheliger, oft wintergrüner Strauch mit kriechenden oder bogenförmigen Stengeln (die sproßbürtige Wurzeln bilden können), 3–5zähligen, unterseits zum Teil grau- bis weißfilzigen Blättern, weißen oder rosafarbenen Blüten und Vitamin-C-reichen, glänzend schwarzen Sammelfrüchten. Die Pflanze kommt in Hecken, Wäldern und Kahlschlägen vor, wo sie häufig ein undurchdringliches Dickicht bildet (Rubion subatlanticum); die Früchte werden als Wildobst genutzt; die gerbstoffhaltigen Blätter eignen sich zur Teebereitung. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Brombeere in Kultur.