"[IV.37. - Brombeer] - Rubus tomentosus [canescens] (Rosaceae) - Wolliger Brombeer verschiedene Varietäten
Batos, welche wir kennen [Einige nennen sie Kynosbatos, Andere Selenorytion, Asyntrophon, die Propheten Titansblut, auch Ibisblut, die Römer Sentes, auch Rubus, Mora vaticana, die Dakier Manteia, die Aegypter Haimoios, auch Ametroa], adstringirt und trocknet aus, färbt auch die Haare. Die Abkochung der Zweigspitzen, getrunken, stellt den Bauch und hält den Fluss der Frauen auf, heilt auch den Biss des Prester. Die gekauten Blätter kräftigen das Zahnfleisch und heilen Soor. Ferner halten die Blätter als Umschlag kriechende Geschwüre auf und heilen Kopfgrind, das Vorfallen der Augen, Feigwarzen und Hämorrhoiden. Fein gestossen als Umschlag sind sie ein geeignetes Mittel bei Magen- und Herzkrankheiten. Ihr aus den Stengeln und Blättern gepresster und in der Sonne eingeengter Saft wirkt in allen angeführten Fällen noch besser. Der Saft der vollständig reifen Frucht eignet sich zu Mundmitteln; aber auch die nicht ganz ausgereifte Frucht stellt genossen den Bauch; endlich auch die Blüthe desselben, mit Wein getrunken, stellt den Bauch."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)