"Brennnesselhaarwasser: ist nichts anderes als eine Brennnesseltinktur, hergestellt aus Urtica urens und/oder U. dioica, der ätherische Öle, z.B. Bergamottöl, zugesetzt werden. Das Vorkommen eines spezifischen, den Haarwuchs fördernden Inhaltsstoffes ist nicht bekannt und auch nicht sehr wahrscheinlich."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)

"Brennnesselkraut: Die Droge besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen von Urtica dioica oder U. urens. Die Inhaltsstoffe sind nicht hinreichend untersucht. Der Mineralstoffgehalt ist relativ hoch; gefunden wurden Kieselsäure, Kalium- und Kalziumsalze.
Aufgüsse aus Brennesselkraut sollen diuretisch wirken. Vorsicht: Nicht anwenden bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit!"
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)

"Brennnesselwurzel: Die getrockneten unterirdischen Teile von Urtica dioica oder U. urens. Die Droge ist chemisch ungenügend analysiert. Extrakte sollen bei benignen Prostataleiden, vor allem zur Besserung der Miktionsbeschwerden, nützlich sein. Die bisher vorgelegten klinischen Prüfungen wirken wenig überzeugend."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)