Verwendet werden frische, laufend geerntete junge Triebe während der Blütezeit (Boraginis herba, Boraginis flos) sowie Boretschsamen (Boraginis semen) und das daraus gewonnene Boretschsamenöl (Boraginis seminis oleum).

Traditionelle Anwendung:
Boretschblüten in der Volksheilkunde bei Harnverhaltung, Fieber, Verschleimung der Atemwege, Durchfall sowie ferner bei Entzündungen, Rheumatismus, klimakterischen Beschwerden und zur Blutreinigung.
Boretschkraut dient als einhüllendes und schleimgebendes Mittel bei Husten- und Halserkrankungen, bei Entzündungen der Nieren und der Blase, als Adstringens und bei Rheuma. Achtung! Wegen des Pyrrolizingehaltes sollte die Droge nicht angewendet werden, da diese Verbindungen genotoxisch und cancerogen wirken. Auch bei der Verwendung als Küchengewürz ist Vorsicht angebracht.
Boretschöl hilft bei atopischem Ekzem (Neurodermitis).

Homöopathie:
Borago officinalis HAB34, die frischen Blätter.
Anwendungsgebiet: Die Anwendungsgebiete sind nicht ausreichend belegt.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
keine

Bereitung eines Teeaufgusses (traditionell):
50 g Beifuß und 50 g Boretsch fein zerkleinern und vermengen, 1 Tl der Mischung mit einer Tasse heißem Wasser kurz aufkochen und 15 Min. ziehen lassen, abseihen. Dreimal täglich eine Tasse trinken.