Synonyme: Clinopodium hortense, Satureja brachiata, S. laxiflora, S. officinarum, S. pachyphylla, S. viminea, Thymus cunila;
Kölle, Pfefferkraut, Weinkraut

Historisches: Der Gattungsname Satureja leitet sich vom lateinischen saturare (sättigen) ab, da die Pflanze bei den Römern als Nahrung diente; hortensis (lat.) bedeutet im Garten wachsend. Die dt. Bezeichnung Bohnenkraut weist auf seine Verwendung zum Würzen von Bohnen hin. In Mitteleuropa wurde die Pflanze bereits seit dem 9. Jh. kultiviert und war besonders in Klostergärten, wo sie als Gemüse- und Heilpflanze gezogen wurde, anzutreffen. Die Kräuterbücher des Mittelalters erwähnen bes. die verdauungsfördernden Wirkungen sowie expektorierende Eigenschaften.

Drogen: 1. Saturejae hortensis aetheroleum (syn. Oleum Saturejae); Bohnenkrautöl.
Inhaltstoffe: hoher Gehalt an Carvacrol (20-50 %) vgl. Formel und γ-Terpinen (10-40 %), begleitet von p-Cymen, Caryophyllen, Myrcen und anderen Mono- sowie Sesquiterpenen.
2. Saturejae herba (syn. Herba Saturejae); Bohnenkraut (syn. Gartenquendel, Wurstkraut).
Inhaltstoffe: äther. Öl (0,3-1,5 %) (Zusammensetzung s. Saturejae hortensis aetheroleum); Gerbstoffe, v.a. Rosmarinsäure; Chlorogensäure, Kaffeesäure und andere Phenolcarbonsäuren; β-Sitosterol.