Verwendet werden die reifen Samen (Trigonellae foenugraeci semen).
Traditionelle Anwendung:
Bockshornsamen äußerlich bei entzündlichen Prozessen, u.a. Furunkeln, als Breiumschlag, innerlich gelegentlich bei Appetitlosigkeit. Volkstümlich bei Katarrhen der oberen Luftwege, als Galactagogum in der Stillzeit sowie zur unterstützenden Behandlung bei Diabetes. In Ägypten und einigen asiatischen Ländern wird die Droge geröstet und als Nahrungsmittel bzw. Gewürz eingesetzt.
Als Kataplasma rührt man 50 g gepulverte Droge zu einem dicken Brei an und verwendet diesen feuchtwarm für Umschläge auf die entzündeten Hautpartien.
Homöopathie:
Trigonella foenum-graecum HAB 1; Bockshorn, die reifen, getrockneten Samen.
Anwendungsgebiet: Stoffwechselstörungen.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): Innerlich unterstützend bei Diabetes mellitus, bei Appetitlosigkeit und zur Unterstützung einer Niedrigfettdiät bei der Behandlung einer leichten Hypercholesterinämie; äußerlich bei Furunkeln, Geschwüren und Ekzemen.
Bereitung eines Teeaufgusses:
0,5 g pulverisierte Bockshornsamen mit ca. 150 mL kaltem Wasser stehen lassen. Nach zwei Stunden durch ein Papierfilter filtrieren.
3 bis 4 mal täglich eine Tasse Bockshornsamentee trinken; zur Appetitanregung soll der Tee jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken werden. Mittlere Tagesdosis: 6 g Droge.