"Bockshornkleesamen: Die Samen von Trigonella foenum-graecum enthalten 20-30% Schleimstoffe, die bei Hydrolyse D-Galactose und D-Mannose im Verhältnis 5:6 liefern. Da die Schleimstoffe im Endosperm lokalisiert sind, müssen Bockshornkleesamen vor dem Gebrauch zerkleinert werden.
Der Geruch der Bockshornsamen erinnert etwas an den Geruch von Fleischbrühe; diese Geschmacksnote wandelt sich beim Kochen in ein angenehmes Aroma um, sodass die Droge viel als Gewürz verwendet wird. Der Geschmack (beim Zerkauen der Samen) ist ölig, schleimig-mehlig und bitter.
Anwendung als Kataplasmen: Das Drogenpulver wird mit Wasser zu einem Brei angerührt, bis zum Aufkochen erhitzt und dann in einem Mullläppchen auf die erkrankte Stelle aufgelegt; man belässt es dort etwa 30 min lang. Bei Furunkeln und Abszessen kommt es zur Beschleunigung der Einschmelzung und Abstoßung."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)