Synonyme: Buceras foenum-graecum, Foenum-graecum officinale, F.-g. sativum, Folliculigera graveolens, Telis foenum-graeca, Trigonella graeca, T. jemenensis;
Kuhhornklee, Griechisch-Heu
Historisches: Die Pflanze ist bereits im alten Ägypten kultiviert worden und spielte in der Landwirtschaft der antiken Völker eine Rolle. Die hippokratischen Ärzte empfahlen die Droge bei Geschwülsten. Von den Arabern übernahm die Schule von Salerno den Gebrauch der Bockshornsamen. Die Verbreitung nördlich der Alpen ist auf das Capitulare de villis Karls des Großen zurückzuführen, auch die Heilige Hildegard von Bingen nutzte die Droge. Der Gattungsname Trigonella ist aus dem lateinischen trigonum (Dreieck) gebildet und bezieht sich auf die scheinbar dreiblättrige Krone. Foenum graecum (griechisches Heu) war die Bezeichnung für die Pflanze bei den Römern. Der deutsche Name Bockshornklee ist aus der Form der Früchte abgeleitet. Bockshornklee zählt zu den ältesten Arznei- und Kulturpflanzen. Rezepte über deren Nutzung bei Brandwunden sind bereits im Papyrus Ebers im alten Ägypten vorhanden, während die frischen Schößlinge, ebenfalls in Ägypten, als Gemüse genutzt wurden. Sanskritnamen weisen auch auf einen frühen Gebrauch der Pflanze in Indien hin und auch in China sowie in den griechischen, römischen und arabischen Kulturkreisen standen die Samen in hohem Ansehen.
Droge: Foenugraeci semen (syn. Semen Foeni graeci, Semen Foenugraeci, Semen Trigonellae); Bockshornsamen (syn. Griechische Heusamen, Hornkleesamen, Kuhbohnen, Rehkörner, Ziegensamen), die reifen, getrockneten Samen.
Inhaltstoffe: Schleimstoffe (25-45 %), die Mannane darstellen und bei der Hydrolyse Mannose (70 %), Galactose (28 %) und Xylose (2 %) ergeben. Ferner Proteine (25-30 %) mit niedrigem Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein und Methionin) und relativ hohem Gehalt an Lysin und Tryptophan; Sterole, Steroidsaponine (1,2-1,5 %), u.a. Trigofoenoside A, B, C und D mit Diosgenin und Yamogenin als Aglyka; Flavonoide, u.a. Isoorientin und Isovitexin, Trigonellin (ca. 0,4 %) vgl. Formel sowie Spuren von äther. Öl mit 3-Hydroxy-4,5-dimethyl-2(5H)-furanon als charakteristischer Geruchskomponente.