"Trigonella foenum-graecum
Es ist von diesem Gewächs, welches in Thüringen und Polen auf dem Felde gebauet wird,
der Same, Semen Foeni graeci s. Fenugraeci , in den Arzneyvorrath aufgenommen worden.
Er ist von süßlich- widrigem, fast melilotenähnlichem Gerüche, und bitterlichem Geschmacke.
Er enthält kein Öhl, sondern ist bloß mehlig, und giebt mit heißem Wasser so viel Schleim,
dass eine Unze von ihm sechzehn Unzen Wasser völlig schleimig macht.
Dieser Same gehört also zu den schleimigen Arzneymitteln , wird aber nur äußerlich angewendet.
Man bedient sich nämlich des Mehles von demselben zu erweichenden Umschlägen. Ehedem
kam er mit zu dem Schleime, der zur Bereitung des Unguentum de Althaea und des Emplastrum
Diachylon genommen wurde ; da aber bey der Bereitung dieser Mittel der Schleim verbrennen
muss, so wird dieser nach Vorschrift der neuern Dispensatorien, z. B. Pharmacopaea
Borussica und Gallica , nicht mehr zugesetzt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)