"[III.161. - Hartheu] - Hypericum barbatum, crispum (Hypericoideae)
Das Hyperikon - Einige nennen es Androsaimon, Andere Korion, auch Chamaipitys, weil der Same einen ähnlichen Geruch hat wie Fichtenharz - hat denen der Raute ähnliche Blätter. Es ist ein sperriger, spannenhoher, röthlicher Strauch und hat eine Blüthe wie die Levkoje, welche zwischen den Fingern zerrieben, einen blutähnlichen Saft abgibt, weshalb es auch Androsaimon heisst, eine etwas rauhe, länglich runde Kapsel von der Grösse eines Gerstenkorns, in der sich ein schwarzer Same befindet, welcher nach Harz riecht. Es wächst an bebauten und rauhen Stellen. Es hat eine harntreibende und, im Zäpfchen eingelegt, eine die Menstruation befördernde Kraft. Mit Wein getrunken vertreibt es das vier- und dreitägige Fieber, der Same vierzig Tage genommen heilt Ischias und die Blätter sammt den Samen als Umschlag heilen Brandwunde."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)