"Bitterklee: Die Droge besteht aus den getrockneten Fiederblättchen von Menyanthes trifoliata. Die Blätter sind geruchlos und schmecken bitter. Bitterklee findet Verwendung als Einzeltee (zum Infus, etwa 0,5%ig) oder als Bestandteil fertiger Teemischungen, wie der Species amaricantes ÖAB, oder der Species amaro-aromaticae PH. Helv.; weiters zur Herstellung einer Tinktur (1:1, 45% Alkohol), eines Fluzidextrakts (1:1, 25 % Alkohol, als Extraktionsmittel) und von Sprühtrockenextrakten als Bestandteil von sofortlöslichen Tees. Die Droge ist Bestandteil von offizinell hergestellten Kombinationspräparaten, wie z.B. der Tinctura amara ÖAB, und dient zur Herstellung von bitteren Branntweinen.
Bitterklee findet Anwendung als Bittermittel zur Appetitanregung bei mit Appetitlosigkeit einhergehenden Krankheiten; weiters auf rein empirischer Basis zur adjuvanten Therapie bei Rheumatismus, rheumatoider Arthritis, insbesondere aber bei Muskelrheumatismus, der mit allgemeiner Asthenie verbunden ist. Gegenindikationen sind Diarrhö, Dysenterie oder Koitis. In größerer Menge genossen kann Bitterklee Erbrechen verursachen.
Dosierung: 0,5-2 g der getrockneten Blätter bzw. der Zubereitungen in entsprechender Dosierung 3mal täglich."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)