"Bitterholz: Man unterscheidet das Jamaika-Bitterholz von Picrasma excelsa und das Surinam-Bitterholz von Quassia amara. Die Droge besteht aus dem Holz der Stämme. Die Hölzer sind hellgelb, leicht spaltbar, geruchlos und schmecken stark und anhaltend bitter.Das Gemisch der Bitterstoffe wird als Quassin bezeichnet.
Die Quassiabitterstoffe verstärken die Kontraktilität von Organen mit glatter Muskulatur, insbesondere auch die der Gallenblase, so dass die verdauungsfördernde Wirkung von Quassia auch ausschließlich auf reflektorischem Wege zustande kommt.
Anderen Bittermitteln gegenüber haben Quassia-Auszüge (Tinktur, Fluidextrakt) den Vorzug, dass sie keine Gerbstoffe enthalten und daher mit Eisensalzen kombiniert werden können.
Dosierung: 10-20 Tropfen (0,2-0,3 g) der Tinktur (1:5) mehrmals täglich. Höhere Dosen reizen den Magen und wirken brecherregend."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)