"Die Rinde an den Bircken erweichet unnd zertheilet/ aber die Bletter sollen gleiche Krafft haben wie das schwartze Pappelbaumlaub.
Im Anfang dess Lentzen reist man die Rinden mit einem Messer auff/ so fleusst ein süsses Wasser darauss/ [das man Birckenwasser nennet/ darmit die Hirten offtmals jren Durst leschen.] welches gut seyn soll den Stein/ der Nieren und Blasen zu brechen und ausszutreiben/ wann man darvon trincket. [allwegen frü sechs Loth/ unnd das offt getruncken/] auch die Geelsucht darmit zu vertreiben. [Der Safft wird im Anfang dess May gesamlet/ an die Sonnen gesetzt welcher dann pflegt zu gähren wie ein Most/ und auff diese weiss kan man jhn fast das gantze Jahr uber gut behalten. Er wird auch gelobt in der Wassersucht/ offt mit Holderblutwasser getruncken. Etliche pflegen diesen Safft mit fleiss zu distilliren.] ... "
(Tabernaemontanus Kräuterbuch, 1613)